Montag, 6. April 2009

4. April 2009 - Umzug

So, was soll ich zu diesem Tag sagen. Also er war ja eine Achterbahn noch und nöcher. Zu allererst begann er für mich um ca. 7 Uhr und das ohne Wecker, denn ich war schon öfters wach – vor Aufregung. Also schnell aufgestanden, geduscht und gefrühstückt. Und so geht der Tag los, an dem sich die Weichen für die nächsten 24 Wochen schon einmal voreinstellen werden. Nachdem auch nun das Gepäck- und Kartonproblem gelöst war, konnte die Reise in den hohen Norden beginnen.

Aber genau diese Reise war kein Zuckerschlecken für mich und meine Gefühlswelt: Soll ich mich freuen? Wie groß wird meine Angst sein, wenn sie nun schon kurz nach Antritt der Autoreise ins Unermessliche steigt? Was und wer wird mich erwarten? Sind meine Mitbewohner ok? Und und und.
Die 503 km erschienen mir plötzlich wie 1mio km Serpentinenstrecke – mir war es kalt und warm zugleich, nicht einmal der blaue Himmel über Sachsen konnte mein Gemüt beruhigen. Einige Stunden später war es nun soweit, dass die ganzen Fragen, die mir im Kopf herumschwirrten, nun in Kürze beantwortet werden würden.
Wir, das heißt meine Eltern und ich, suchten dann einen Parkplatz, was in dieser Gegend nicht so einfach ist – es sei denn man gibt bereitwillig viel Geld für das Parkhaus aus :-)

Nun gut, dann traf ich Christian, einen Student, der mir Schlüssel und Hausordnung überreicht hat und mich so bissl eingeführt hat, in das WG-Leben in Hamburg, in der Wohnanlage Harburg. Nach dem Herauftragen der ganzen Sachen gingen meine Eltern und ich noch ein bisschen durch die Harburger „City“, aßen bei Nordsee Fisch (ja, ich auch ;-) ) und haben für mich Lebensmittel im Marktkauf gekauft. Dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen von meinen Eltern, aber am Samstag, zu Muttis Geburtstagsfeier sehe ich alle wieder, worauf ich mich jetzt schon freue, wie ein Kind auf den Weihnachtsmann :-)
Nun ging es los: „The Auspacking“.


Ich bin eigentlich gar nicht so recht dazu gekommen, da ich dem ganzen Geputze und Eingeräume ein Telefonat mit Jörg vorgezogen habe. Nach einer ganzen Weile habe ich mich dann doch noch dazu durchgerungen, die Regale, den Roll- und den Kleiderschrank zu putzen und habe dann auch gleich begonnen, alles wohnlich zu gestalten – typisch Frau  Und dann ging es Schlag auf Schlag: Noch während ich mit Madeleine telefoniert habe und mich gefühlt habe, eigentlich gar nicht weit weg zu sein, klopfte es an der Tür und ich habe den 2. Von 4 Mitbewohnern kennengelernt: Rafael. Er scheint sehr nett zu sein, wir haben kurz geplaudert, sind dann ein wenig spazieren gegangen und haben im Anschluss die Mazedonierin (ich habe keine Ahnung, wie sie heißt, nach 2maligem Fragen habe ich ihren Namen trotzdem nicht erfassen können, aber ich nenne sie ab hier einfach mal Leila) mit in eine Bar genommen und mit einem Bier (so ein großes habe ich noch nie getrunken – ist man als Student von den Parties gar nicht gewohnt *lach*) auf unsere neue WG und ein fröhliches Miteinander angestoßen. Wieder im Wohnheim angekommen hat es mich dann auch gepackt: das Auspackfieber. Ich konnte nicht anders, als um Mitternacht anzufangen, den Rest einzuräumen. Und das Resultat: ein schönes wohnliches Zimmer. Dies habe ich dann gleich nach dem Aufstehen zur Perfektion gebracht.
Nach anfänglichen Rückschlägen und Dämpfern muss ich sagen, dass ich mich doch wohl fühle. Gut, die hygienischen Gegebenheiten muss man noch ändern, typisch WG halt, aber das bekomme ich schon hin, zur Not mit Putzplan :-) Nun muss noch das Praktikum klasse laufen, dann ist alles perfecto para mi (oder so ähnlich) :-)

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